Hier der Handelsregister-Text

(Die Hervorhebungen durch Vergrößerung einiger Wörter und farblicher Darstellung in rot erfolgte durch uns)

 

 

 

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Firma: VFR Stadtgrün Erhaltung GmbH; Sitz / Zweigniederlassung: Berlin;


Geschäftsanschrift: Quickborner Straße 12, 13158 Berlin;


Gegenstand: Verwaltung und Vermittlung  (Verkaufsmanagement und Maklertätigkeit)  von: Wochenendgrundstücken,  Datschenanlagen , Siedlungsanlagen, Erholungsanlagen, Grünanlagen, Mietergärten, Gemeinschaftsgärten, Wohnungsverwaltung, naturschutzrelevante Ausgleichs- und Ersatzmaßflächen (§ 8 BNatschG und §§ 9, 10 BWaldG).


Erwerb und Entwicklung von Flächen: Entwicklung von Grünflächen und Grundstücken zur Sicherung und zum Erhalt von Grün.


Ökologie: Umweltmanagement, Umweltbildung und Umwelterziehung, Betreuung von Schulgärten und weitere Gartenprojekte.


Stamm- bzw. Grundkapital: 25.200,00 EUR;


Vertretungsregelung: Ist ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft gemeinschaftlich durch zwei Geschäftsführer vertreten. Alleinvertretungsbefugnis kann erteilt werden.


Geschäftsführer: 1.
Rainer Jurisch, Berlin; mit der Befugnis die Gesellschaft allein zu vertreten mit der Befugnis Rechtsgeschäfte mit sich selbst oder als Vertreter Dritter abzuschließen;


Geschäftsführer: 2.
Viola Kleinau, Bernau; mit der Befugnis die Gesellschaft allein zu vertreten mit der Befugnis Rechtsgeschäfte mit sich selbst oder als Vertreter Dritter abzuschließen;


Geschäftsführer: 3. Friedhelm Schipper, Berlin; mit der Befugnis die Gesellschaft allein zu vertreten mit der Befugnis Rechtsgeschäfte mit
sich selbst oder als Vertreter Dritter abzuschließen;


Rechtsform: Gesellschaft mit beschränkter Haftung;


Gesellschaftsvertrag vom: 21.06.2016

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Unsere Meinung zu dem oben wiedergegebenen Text :

 

 

Es geht um Verkaufsmanagement und Maklertätigkeit , und zwar in Bezug auf Datschenanlagen, „Erholungsanlagen“ u.a.   Die oben Genannten, Viola Kleinau und Friedhelm Schipper, fungieren als Geschäftsführer und Gesellschafter und gehören zu den Initiatoren der Gründung der GmbH. Weiter unten im Handelsregister-Text erscheinen dann noch ein paar rührige Begriffe, wie "Schulgärten" und "Umwelterziehung", die das Ganze aufhübschen. Erstaunlich, daß es einer Firmengründung in Form einer GmbH bedarf, um "Schulgärten" zu unterstützen. Geschäftssitz der GmbH ist die Quickborner Str. 12 in Berlin (zugleich Adresse des Bezirksverbandes der Gartenfreunde Pankow e.V.). 

 

Es stellt sich die Frage, was diese GmbH bewirken und erreichen kann (hoffentlich im Interesse des Kleingartenwesens), was nicht auch der „Bezirksverband der Gartenfreunde Pankow e.V.“ als solcher schon, als juristische Person, bewirken und erreichen kann ? Wozu also die Gründung einer GmbH ? Und warum wurde eine GmbH und nicht eine gGmbH (gemeinnützige GmbH) gegründet ?  Und zwar eine gGmbH am besten mit ehrenamtlicher Geschäftsführer-Tätigkeit.

 

Wird hier Insider-Wissen genutzt, um Grundstückskäufe zu vermitteln ? Und wer erhält die Gewinne der GmbH ? Die Courtage von Maklerfirmen ist hoch und beträgt etliche Prozent vom vertraglichen Grundstücks-Verkaufswert. Und, ganz unabhängig von der Frage der Gewinne der GmbH, fragen wir uns (darf man fragen ?), ob die Vorgenannten für ihre Geschäftsführer-Tätigkeit Geld erhalten ? Das ist bei Geschäftsführern einer GmbH normalerweise der Fall. Wäre das, falls dies so ist, nicht ein mittelbares Unterlaufen des Prinzips der Ehrenamtlichkeit (im Wege der Nutzung von Insider-Wissen), das für viele Funktionäre im Kleingartenwesen gilt ? Ehrenamtlichkeit sieht vor, daß keine Entgeltzahlungen erfolgen bzw. diese sich auf vglw. geringe Ehrenamtspauschalen und Aufwandsentschädigungen beschränken. Diese Ehrenamtlichkeit ist wichtig, da der Status der Gemeinnützigkeit (für Kleingartenorganisationen von enormer Bedeutung) davon abhängt. Würde dieser Status sukzessive fallen, wäre es das baldige Ende des Kleingartenwesens im Sinne des BKleingG.

 

Und wir fragen weiter: Ergibt sich nicht in jedem Falle, egal wie die oben genannten Fragen beantwortet werden (ggf. sogar bei einer etwaigen Entlarvung dieser Fragen als unfundiert), ein Interessengegensatz, wenn ein Funktionär des Kleingartenwesens (zumal noch, wenn er auch noch Vorsitzender eines Kleingartenvereins vor Ort ist) zugleich in Maklertätigkeit beteiligt ist an Grundstücksverkäufen von Datschenanlagen ?